Beschreibung
Damit spezielle technische Elemente, wie z.B. Schnittzeichen, Beschnittbereichs-Markierungen, Montagekreuze, Farbbalken, Seiteninformationen in allen Auszügen (d.h. auf allen Druckplatten für die Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) erscheinen, gibt es einen speziellen Farbraum. Die Bezeichnungen sind sind je nach Anwendung unterschiedlich: "All", "Registered Color", "Registerfarben" oder "Registrierungsfarbraum". Die Farbe ist für rein technische Verwendung außerhalb des sichtbaren Bereiches vorgesehen.
Bei der Prüfroutine werden alle Elemente der PDF überprüft.
- Es wird ein Fehler ausgegeben, wenn ein Objekt innerhalb der Trimbox diesen Farbraum benutzt und im sichtbaren Bereich liegt.
- Es wird eine Warnung ausgegeben, wenn ein Objekt Innerhalb der Bleedbox aber außerhalb der Trimbox Registerfarben verwendet und im sichtbaren Bereich liegt.
- Außerhalb der Bleedbox dürfen Registerfarben beliebig verwendet werden.
Typische Ursachen
- Marken-Versatz: Schnittzeichen, Beschnittmarken, Farbbalken oder Montagekreuze ragen versehentlich in den Anschnitt (Bleedbox) oder sichtbaren Bereich (Trimbox). Die Marken sind nicht weit genug außerhalb positioniert oder Anschnitt ist zu klein gewählt.
- Platzierte Objekte mit Marken: Eingebettete oder platzierte PDFs (z. B. Cover, Verpackungen) enthalten Marken in Registerfarben, die sichtbar bleiben. Die Platzierungsrahmen sind nicht exakt gesetzt oder Inhalte sind im Rahmen gedreht.
- Verwechslung von [Schwarz] mit [Passermarken]: Schwarze Objekte werden fälschlich mit der Farbe [Passermarken]/Registerfarben statt mit [Schwarz] angelegt. Optisch kein Unterschied, technisch jedoch problematisch, da Registerfarben auf allen Druckplatten erscheinen.
- Missverständnis „Tiefschwarz“ Anstelle eines korrekt angelegten Tiefschwarz (z. B. C40 M20 Y20 K100) wird versehentlich [Passermarken]/Registerfarbe verwendet. Registerfarbe sollte niemals für Tiefschwarz verwendet werden.
Lösungsvorschläge
Die "Suche" nach Registerelementen ist manchmal etwas schwierig. Folgende Tipps helfen Ihnen dabei.
1. PDF-Report (Layer-Report) in Acrobat ansehen
- Laden Sie den PDF-Report herunter, indem Sie auf "WARNUNG ANZEIGEN" oder "FEHLER ANZEIGEN" clicken.
- Öffnen Sie die heruntergeladene PDF in Acrobat. Je nach Browser und Einstellungen finden Sie die heruntergeladene PDF z.B. unter Downloads.
- Wählen Sie in Acrobat das Ebenen-Bedienfeld und wählen Sie mit den Augen-Symbol nur die Fehler-Ebene "Verwendet Registerfarben" an.
Im obigen Beispiel gibt es diverse Elemente wie Schnittzeichen, Beschnittbereichsmarkierungen, Montagekreuze und Farbbalken, die in den Bleedbereich hineinragen.
Tipp: Manchmal ist schwer ersichtlich, ob ein Objekt in den Bleedbereich hineinläuft oder nicht. Sie können sich jedoch in Acrobat Bleed- und Trimbox farbig als (nicht druckende) Hilfslinien anzeigen lassen. Diese Ansicht können Sie im Acrobat-Preflight-Fenster einstellen.
Danach öffnet sich ein Fenster, in dem Sie die Einstellungen entsprechend setzen können:
2. Ausgabevorschau ansehen
Öffnen Sie in Acrobat Professional die Ausgabevorschau (diese finden Sie in neueren Versionen unter Werkzeuge > Druckproduktion > Ausgabevorschau).
Wählen Sie nun unter Einblenden > Registrierungsfarbe. Danach sehen Sie nun in der PDF alle Objekte, die mit Registrierungsfarbe belegt sind.
1. Marken-Versatz
Zeichen und Marken sind für die Anlieferung von PDFs über das DUON-Portal nicht erforderlich. Wie empfehlen, keine der Zeichen mehr zu verwenden und alle Marken zu deaktivieren.
Im Kontext der Anzeigen, die über das DUON-Portal abgewickelt werden, haben diese technischen Marken keine Relevanz mehr:
- Die "digitale" Trimbox ersetzt die Schnittzeichen
- Die "digitale" Bleedbox ersetzt die Beschnittbereichsmarkierungen
- Die Montage erfolgt digital, wobei Montagekreuze höchstens noch bei der Ausgabe der fertig montierten Magazinseiten durch die Litho des Verlages relevant ist
- Die Farbkommunikation erfolgt ICC-profilbasiert. Sollten bei einem etwaigen Proof Farbbalken notwendig sein, werden diese durch die Proofersoftware angebracht
- Seiteninformationen sind überflüssig, werden durch Metainformationen ersetzt
Das Aufbringen von den o.g. Elementen ist dennoch optional zulässig, sofern diese Farben nicht innerhalb der Bleedbox stehen. Damit die Zeichen alle außerhalb des Anschnittbereiches stehen, stellen Sie den Wert VERSATZ bitte auf einen Wert, der größer ist als der größte Wert für den Anschnitt. Wenn die Vorgaben für den Anschnitt 5mm | 5mm | 5mm | 5mm ist, wählen Sie mindestens 5 mm für den Anschnitt.
2. Platzierte Objekte
Insbesondere wenn das Motiv Abbildungen von Verpackungen oder gedruckten Endprodukte, wie z.B. Zeitschriftencover enthält, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass versehentlich z.B. Marken, die in Registerfarben angelegt sind, sichtbar enthalten sind, insbesondere wenn Platzierungsrahmen nicht exakt zugezogen sind oder Inhalte im Rahmen gedreht werden.
Tipps:
- Entfernen Sie nach Möglichkeit Marken aus dem zu platzierendem Dokument
- Achten Sie darauf, die Objektrahmen exakt anzulegen
- Führen Sie Drehungen nach Möglichkeit für den Platzierungsrahmen und nicht für die Inhalte aus.
3. Verwechselung von [Schwarz] und [Passermarken]
Die Register-Farbe wird je nach Anwendung auch unter anderen Bezeichnungen geführt. So wird z.B. in InDesign die Farbe in der Farbpalette unter der Standardfarbe "[Passermarken]" geführt.
Die Farbe ist schwarz gekennzeichnet, da im Übereinanderdruck von Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz ein Schwarzton entsteht. Auch wenn es optisch keinen Unterschied zu der Farbe [Schwarz] zu geben scheint: Die Farbe sollte aber keinesfalls für Motivobjekte verwendet werden!
Ein Objekt, das mit [Passermarken] markiert wird, erhält die Werte CMYK 100 | 100 | 100 | 100, während [Schwarz] nur auf dem Key-Kanal zeichnet: CMYK 0 | 0 | 0 | 100.
Die gleiche optische Darstellung sorgt für eine gewisse Verwechselungsgefahr mit der Farbe [Schwarz]. Es kommt häufig vor, dass versehentlich ein Objekt (z.B. ein Text oder auch nur eine schmale Kontur) mit der Farbe "Registerfarbe" statt "Schwarz" angelegt ist. In einem solchen Falle wählen Sie die Fläche oder die Kontur an und ändern Sie diese auf [Schwarz]-
4. Missverständnis Tiefschwarz
In manchen Fällen ist es erwünscht, ein besonders tiefes Schwarz, ein sogenanntes Tiefschwarz ("Schönschwarz") anzulegen. Verwenden Sie dafür aber bitte nicht die Farbe [Passermarken]!
Legen Sie stattdessen ein neues Farbfeld an. Zu den 100% im Kanal K können Sie Grundfarben hinzufügen. Es ist wenig sinnvoll die Werte für CMY sehr hoch zu wählen. Ein Ton von 200% Flächendeckungssumme im Zusammendruck ist ausreichend.
- Unsere Empfehlung: C40 M20 Y20 K100
- Kaltes Tiefschwarz: C30 M0 Y0 K100
- Warmes Tiefschwarz: C0 M50 Y20 K100
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