[DE] Verwendung des Farbraums "RGB"

Worum geht es?

Im Druck wird die autotypische Farbmischung verwendet, die auf dem subtraktiven Farbmodell aufbaut. In dem im Magazindruck verwendeten vierfarbigen Prozess dürfen ausschließlich Komponentenanteile der Grundfarben Cyan (C), Magenta (M), Yellow (Y)und Key (K) verwendet werden.

In der von Ihnen eingereichten PDF wurden Objekte (Bilder, Grafiken, Text, Vektorobjekte) gefunden, die auf dem additiven Farbmodell mit den Grundfarben Rot (R), Grün (G) und Blau (B) aufbauen. Die Datei kann deshalb nicht im Druck verwendet werden.

Was können Sie tun?

Sie müssen dafür sorgen, dass alle im PDF verwendeten Objekte unter Verwendung des richtigen Quellprofils in das richtige Zielprofil (beachten Sie dazu die Vorgaben des Magazins) umgewandelt werden. Bei der Umwandlung kann man grob zwischen folgenden Methoden unterscheiden:

Early Binding

Beim Early Binding erfolgt eine Farbumwandlung (Farbkonvertierung) der verknüpften Daten (Bilder, Grafiken) noch vor Einbettung in das Layoutprogramm. Grafiken werden also im Illustrationsprogramm konvertiert bzw. direkt im richtigen Profil erstellt und Bilder werden im Bildbearbeitungsprogramm in das korrekte Profil umgewandelt.

Intermediate Binding

Hier gibt es zahlreiche Workflowvarianten. Neben dem sehr in die Jahre gekommenen OPI-Workflow ist vor allem der (print-)medienneutrale Intermediate Workflow üblich. Dabei werden Bilddaten, die z.B. in RGB vorliegen, bei Einbettung, während der Bearbeitung in Indesign durch Dokumentenkonvertierung oder bei Erzeugung der PDF-Datei in das erforderliche Zielprofil konvertiert.

Late Binding

Late Binding bezeichnet die späte Farbkonvertierung. Im weitestgehenden Falle meint dies die Umwandlung der Daten im Raster Image Prozessor der Druckerei. Da bei diesem Workflow jedoch zu viele Unwägbarkeiten vorhanden sind und nicht jede Druckerei diesen Workflow beherrscht, ist die komplett medienneutrale Anlieferung im DUON-Portal nicht zulässig. Als Late Binding Workflows werden jedoch auch solche bezeichnet, bei denen die Umwandlung und PDF-Erzeugung über einen Color Server oder Dokumentenserver vorgenommen werden.

Achtung Fehlerquelle!

Unwissenheit und fehlerhafter Umgang mit Color Management ist eine der meisten Fehlerquellen im Publishing. Wegen der Vielfalt der Vorgehensmodelle und technischen Methoden sind Aussagen zum besten Vorgehen nur im individuellen Einzelfalle möglich.

Wir empfehlen, sich kontinuierlich und eingehend mit Color Management zu beschäftigen und sich mit den Methoden vertraut zu machen. Sofern Bedarf besteht, wenden Sie sich an uns. Wir bieten unter anderem Seminare und individuelle Beratungspakete für erfolgreiches Color Management.

 

 

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