[DE] Bug in Adobe-PDF-Export

Worum geht es?

(Hinweis: Die nachfolgend beschriebenen Probleme und die vermuteten Fehlerursachen beruhen einzig auf Beobachtungen. Versionseingrenzung und Workarounds sind nicht vollständig verifiziert. Das Problem wurde Adobe gemeldet. Bislang liegt keine Bestätigung oder Lösung vor. Bitte haben Sie etwas Geduld. Wir aktualisieren diesen Artikel laufend.)

Seit Mitte/Ende Mai gibt es vermehrt Probleme in der Erzeugung von PDF-Dateien, wobei auffällig häufig mit Adobe-Komponenten bestimmter Versionen gearbeitet wird.

Insbesondere bei Verwendung von Adobe InDesign CC 2017.1 (Macintosh) und Nutzung der Export-Funktion unter Verwendung der Adobe PDF Library 15.0 kommt es zu vermehrten Problemen bezüglich Farbkonvertierung und Einbindung des GTS-Tags.

In den uns bekannten Fällen verwendeten Anwender InDesign Build 12.1.0.56 (MAC und Windows). Ob weitere Software oder auch andere Versionen betroffen sind, ist derzeit nicht bekannt.

Symptome

Bei der Verwendung der Standards PDF/X-3:2002, PDF/X-3:2002 und PDF/X-4 kommt es zu folgenden Problemen:

  • Die entsprechenden GTS-tags fehlen nach dem Export in der Datei und genügen damit nicht den entsprechenden ISO15930-Normen.
  • Wenn in den Export-Settings unter Ausgabe die Einstellung In Zielprofil konvertieren oder In Zielprofil konvertieren (Werte [Nummern] beibehalten) eingestellt ist, so werden Objekte, die mit einem eingebetteten Profil versehen sind, nicht in das Zielprofil konvertiert. (Anmerkung: Die Einstellung "In Zielprofil konvertieren", also ohne den Zusatz "...Nummern/Werte beibehalten" ist in den meisten Fällen nicht zu empfehlen!)
  • In der Windows-Version gelingt es nicht mehr PDF/X-4-konforme Dateien zu erstellen. Unter anderem werden Trimbox und Artbox eingebettet, es treten diverse Metadatenfehler (z.B. fehlender Dateiname) auf und der GTS-Tag fehlt.
  • [In Einzelfällen wurde erkannt, dass sich die Transparenzreduzierungsvorgaben nicht in der Datei speichern lassen. Die Angaben müssen im Export überschrieben werden (Transparenzreduzierungsvorgaben: "Hoch" ; Einstellungen auf Druckbögen ignorieren: "Ja (Haken gesetzt)".]

Wie kann ich erkennen, ob meine Programmversion betroffen ist?

Sofern Sie in den Export-Einstellungen unter Standards eine der o.g. Standards ausgewählt haben, so sollten die tags GTS_PDFXVersion und GTS_PDFXConformance in die Metadaten der erstellten PDF-Datei aufgenommen werden. Sie können dies überprüfen, indem Sie in Acrobat die Dokumenteigenschaften (CTRL+D bei geöffnetem Dokument) öffnen. Unter Benutzerdefiniert sollten beide tags aufgeführt sein. Fehlen diese, so ist dies ein Indiz, dass die untersuchte Datei und die Erstellersoftware betroffen ist.

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Ob eine Konvertierung funktioniert hat oder nicht, lässt sich nur mithilfe der Werkzeuge "Ausgabevorschau" und "Preflight" sowie ggf. mit einer softprooffähigen, kalibrierten Bildschirmausgabe mit Einschränkungen erkennen.

Lösung

Bislang gibt es keine offizielle Bestätigung oder Lösung dieses Problems. Wir haben Adobe unsere Beobachtungen gemeldet und werden diesen Artikel aktualisieren, sobald neuere Erkenntnisse vorliegen. Bitte wenden Sie sich bei näheren Fragen direkt an die Firma Adobe.

Workaround

Folgender Weg hat sich bislang als erfolgreich erwiesen:

  1. Wählen Sie aus der Liste der Adobe PDF Vorgaben die Einstellung [PDF/X-1a:2001]
  2. Benutzen Sie diese Einstellungen, um ein für Sie geeignetes Setting zu erstellen. Beachten Sie hier v.a. unter AUSGABE die Einstellungen zur Farbkonvertierung, Ziel und Name des Ausgabemethodenprofil sowie unter dem Punkt MARKEN UND ANSCHNITT die Anschnitteinstellungen sowie den Versatz etwaiger Schnittmarken (5mm)

 

 

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